Bahnhof Hermeskeil 476,6 m über NN

Bahnhof Hermeskeil in km 110,4
Zuerst 2 Bilder vom Geschehen am Bahnsteig
und 3 Fahrscheine von der Fahrkartenausgabe Hermeskeil.

Der Entwicklung und Geschichte des Bahnhofes Hermeskeil hat sich mein Hobbykollege Marcus Ruch auf seiner Seite:
www.hochwaldbahn.info
angenommen. Dort erfahren Sie alles WISSENSWERTES über diesen zweiten großen Eisenbahnknoten im Hunsrück.
Weitere AKTUELLE INFO finden Sie unter:
www.hochwaldbahn.de
Ich möchte nur auf die Geschichte als Endpunkt der Hunsrückquerbahn eingehen. 
Nachdem 1903 der Anschluss in Hermeskeil mit der Hunsrueckquerbahn hergestellt war, entwickelte sich ein reger Verkehr aus dem Hunsrück ins Saarland. Für die Bevölkerung bestand nun die Möglichkeit gutes Geld im Bergbau zu verdienen. Bis nach dem 2 Weltkrieg gab es günstige Verbindungen von Morbach in die Zentren der Saarländischen Industriegebiete. (Siehe Kursbuch 1953) So waren auch die Gemeinden Morbach und Thalfang ganz in diese Richtung ausgerichtet. Es verkehrten mehr Züge in Richtung Hermeskeil im Fahrplan als in Richtung Simmern. Die Lokstation Morbach gehörte auch aus diesem Grunde zum Bahnbetriebswerk Hermeskeil und nicht zum Bw Simmern. Der Güterverkehr entwickelte sich ebenfalls positiv. Holz, Gruben und Steinbrüche sorgten für hohe Steigerungsraten im Güterverkehr.
Nach einer kurzen Blüte nach dem 2 Weltkrieg begann um 1960 für die Hunsrückbahn und dem Bahnknoten Hermeskeil der Abstieg.
Mitte der 60iger Jahre gab es  noch 5 Zugpaare auf der Gesamtstrecke. Wobei die Schülerzüge im Bereich Simmern mit 2 VT + 1 bis 2 VB gefahren wurden, während der Schülerverkehr im Raum Hermeskeil ganz auf Bus umgestellt wurde.  1966 erfolgten dann die ersten großen Streichungen im Fahrplan. Die Strecke Hermeskeil - Türkismühle wurde für den Personenverkehr eingestellt, als 2te Strecke im Hunsrück. Auf der Querbahn wurde der 16 Uhr Zug ab Simmern gestrichen und die Vormittagsverbindungen zwischen Morbach und Hermeskeil. Dank der Strecke von Trier blieb es aber bis Mitte der 70iger Jahre betriebsam in Hermeskeil. So kamen V100.2 vom Bw St Wendel nach Hermeskeil. Von Trier die BR 23, V100.1 und V160. Triebwagen waren zu sehen in Form von VT24 , VT98 und VT95.  
1973 erfolgte dann ein weiterer großer Einschnitt im Fahrplan. Alle Züge wurden gestrichen bis auf die Leistung Simmern ab 13 Uhr an Hermeskeil 15 Uhr. Rückfahrt ab 16 Uhr mit einer Ankunft Simmern 18 Uhr. Eine 2 Einheit die mitgeführt wurde und in Hermeskeil abgestellt wurde, übernahm dann am nächsten Tag noch die Leistung 10 Uhr ab Hermeskeil. (Fahrplan ist unter Unterlagen ONLINE) 
Die Gleisanlagen des Bahnhofs Hermeskeil veränderten sich in ihrer Geschichte wenig. Bis 1938 erfolgten immer Erweitungen um dem wachsenden Güterverkehr Rechnung zu tragen. Auch das Militär spielte bis vor einigen Jahren eine erhebliche Rolle in Hermeskeil. Vorhanden waren Seitenrampe und Kopframpe. Einige Gleise für den Güterverkehr zum Rangieren und bereitstellen der Wagen. Für den Personenverkehr waren 3 Bahnsteige vorhanden. Der Mittelbahnsteig mit den Gleisen 2 + 3 war sogar mit einer Unterführung versehen und hatte bis 1944 eine Überdachung. Die Unterführung  ist noch  heute vorhanden. Gleis 1 wurde hauptsächlich für die Güterzüge benötigt, die bei einer Ausfahrt in Richtung Simmern und Trier durch dieses Gleis fahren mussten. Am Beispiel von 1976 lässt sich noch schön diese Zuordnung trotz des geringen Verkehrs gegen 15 Uhr beobachten. (siehe Bild oben und auf der Bilderseite)
Bemerkenswert ist auch der Zielanzeiger am Bahnsteig der im Bilderteil gezeigt wird. Die erheblichen Beschädigungen des Anzeigers stammen aus der Kriegszeit und sind Bildlich dokumentiert. 
Rückbau und ENDE:
1952 begannen die ersten Rationalisierungsmaßnahmen . Die beiden Wärterstellwerke wurden entfernt
. Ein paar Vereinfachungen im Bahnhofsplan vorgenommen. Die Bahnsteigüberdachung, die im Krieg erheblich beschädigt erlitt, wurde nicht mehr aufgebaut. 1962 wurden die Vorsignale entfernt. Nach Stilllegung der Hochwaldbahn zwischen Pluwig und Hermeskeil 1981 wurde im Jahre 1982 auch das Fahrdienstleiterstellwerk überflüssig. Der Bahnhof war noch wenige Jahre mit einem Verkehrsbeamten in der Fahrkartenausgabe besetzt. 

Bilder vom Bahnhof DSL Bilder vom Bahnhof Modem/ISDN

Donnerstag, November 15, 2007