|
 |
|
Bahnhof Morbach um 1920 |
|
3 Fahrkarten vom Schalter in Morbach
STARK |
|
  
Danke an K.D. Ihmig
|
|
Strecke von km 76,9 bis km 78,9
Nur wenige 100m trennen die Stationen Bischofsdhron und Morbach. Nimmt man den
ehemaligen Standort des Einfahrsignals Morbach als Messpunkt, sind es nur 1500
Meter.
Die Strecke wurde in Hanglage angelegt. Hinter Bischofsdhron hat der Reisende
einen wunderschönen Blick in nordwestliche Richtung. |
|
Das Empfangsgebäude und die betrieblichen Aufgaben des Zugleiters
Das Empfangsgebäude ist im Baustill der
anderen Empfangsgebäude erstellt. Es ist nur fast doppelt so groß. Die ersten
Erweiterungen fanden im Jahre 1919 statt. Die Güteranfertigung wurde um einige
Meter erweitert. Weitere Umbauten erfolgten in den Nachkriegsjahren.
Im
Erdgeschoss befand sich nicht nur eine große Fahrkartenausgabe mit
Büroräumlichkeiten. Gegeben hat es auch einen Warteraum 2 Klasse. Die Räumlichkeiten wurden in den 60iger Jahren im
Stiehl der Zeit renoviert. Plan von der Bahnsteigseite steht online. siehe
Unten!
Weitere Pläne sind in Arbeit. Die betrieblichen Aufgaben des Fahrdienstleiters
vor Einführung des vereinfachten Nebenbahnbetriebes am 03.10.1953 sind schnell
erklärt. Sichern der Zug- und Rangierfahrten im Bahnhof Morbach und den
anschließenden Strecken nach Hinzerath und Hoxel.
Ab dem 04.10.1953 änderte sich die Sicherungstechnik. Der Fahrdienstleiter wurde nun Zugleiter
für die gesamte Strecke zwischen Büchenbeuren (Ausschl) und Hermeskeil. Fast alle örtlichen
Fahrdienstleiter waren entfallen und Kreuzungen wurden vom Zugpersonal nun per
Buchfahrplan durchgeführt. Die Hauptverantwortung lag aber beim Zugleiter. Nur
ein geringer Fehler und es konnte zur Katastrophe kommen. Nur gut geschultes
Personal konnte die nötige Sicherheit gewähren. Laut alter Kollegen waren die
Mitarbeiter in Morbach das vorbildlichste Team. In 45 Jahren Zugleitbetrieb im
Hunsrück kam es deshalb zu keinem Vorfall. Um 1960 wurde die Zugleitstrecke
bis Simmern erweitert.
Besonders bei Sonderzügen und Arbeiten war ein umsichtiges Handeln
notwendig.
Sobald die Bahnhöfe alle ONLINE sind, gibt es einen eigenen Teil zum Thema
Zugleitbetrieb und vereinfachte Nebenbahn.
Durch einen glücklichen Umstand ist das original Bahnhofsbuch Morbach vom
10.05.1973 erhalten geblieben. Bei Interesse kann ich eine Kopie zur Verfügung
stellen.
Am 01.04.1974 änderte sich die Streckenzuteilung nach über 20 Jahren.
Der Zugleiter in Simmern übernahm den Streckenabschnitt bis Hinzerath. Morbach
blieb zuständig bis Hermeskeil. (Vermutung: Um 1974 wurde der Bahnhof Morbach dem
Bahnhof Simmern angegliedert. Der Fahrkartenverkäufer wurde abgezogen und der
FDL übernahm diese Tätigkeit mit) Ab Mai 1977 übernahm der Simmerer Zugleiter
auch den
Abschnitt bis Hermeskeil und wenigen Wochen später war eine örtliche Besetzung
Morbach GESCHICHTE. |
|
Güterzugfahrplan
(Buchfahrplan) mit G10 online unter Unterlagen
|
|
|
 |
|
Das Empfangsgebäude erhielt einen Stellwerksanbau (siehe links) inkl
einem Einheitsstw und der Bahnhofskopf in Richtung Simmern erhielt ein
Wärterstellwerk "Moo". Alle Weichen wurden ferngestellt. 1952 erfolgte dann der
Rückbau des Wärterstellwerks Moo. Gleis 3 wurde ebenfalls gekürzt. In den
folgenden Jahren veränderte sich an den baulichen Anlagen wenig. In den 60igern
verschwand das Nebengebäude (WC). Bis 1976 war der Bahnhof mit einem
Zugleiter (Fahrdienstleiter) und einem Verkehrsbeamten besetzt. Der Bahnhof war
Dienststelle und hatte auch bis 1974 seinen eigenen Dienststellenleiter. Ein
Güterbotenarbeiter war für die Bedienung der Güterkundschaft zuständig.
Nachdem ab 30.05.1976 keine Personenzüge mehr verkehrten, war ein Rückbau und
das Ende der Fahrkartenausgabe nur noch eine Frage der Zeit. Im Juli 1977 war es
dann soweit. Die elektrischen Schrankenbäume wurden durch mech Bäume
ersetzt (Zugpersonal musste nun die Schranken schließen) und alle Weichen auf
örtliche Bedienung umgestellt. Die Einfahrsignale wurden entfernt und durch
Trapeztafeln ersetzt. In den Jahren 1983 und 1986 erfolgten weitere
erhebliche Rückbaumaßnahmen. 1986 ein völliger Neubau der
Ladestraße, der aus heutiger Sicht genauso verwundert, wie der Neubau der
Bahnsteigkanten 1976. (Fertigstellung nach Einstellung des Personenverkehrs)
Heute liegen noch 6 Weichen im Bahnhofsbereich Morbach und das Empfangsgebäude
zeigt sich wie kurz nach der Schließung 1976. |
|
 |
|
Bw Außenstelle Morbach
Gegenüber des
Empfangsgebäudes erhielt der Bahnhof Morbach ein kleines
Bahnbetriebswerk. Kohlebühne, kleine Werkstatt, Beamtenwohnhaus, 16m
Drehscheibe und ein 3ständiger Lokschuppen vervollständigen das Bild. Eigene
Fahrzeuge dürften in Morbach nie stationiert gewesen sein. Die Anlage diente
nur zur Übernachtung und zur Restauration von Loks der beiden Bw´s Simmern und
Hermeskeil. Nach dem Krieg übernachtete immer eine BR93 in Morbach um den
Frühzug nach Simmern zu bringen. (Die Viadukte waren gesprengt und die Strecke
nach Hermeskeil nicht befahrbar) Nach Wiedereröffnung des durchgehenden
Verkehres entfiel diese Übernachtung. Nun nutzte nur noch der tägliche
Güterzug die Anlage. (inwieweit der Stückgutzug die Anlage nutzte lässt sich
nicht ermitteln) Zu Gast war so bis 1962 immer eine G10 vom Bw Simmern bis
die neuen V100 des Bw Simmern diese Aufgabe übernahmen und eine
Restaurierung einer Dampflok nicht mehr nötig war. Ende der 60iger Jahre wurde der
Lokschuppen und die Gebäude abgerissen. In den 70igern erfolgte der Rückbau
der Gleisanlagen und der Drehscheibe. Kurze Zeit später wurde das
Gelände überschüttet und liegt heute unter dem Werksgelände eines großen
Sägewerkes. |
|
|
|
Aktuelles "Rund um
Morbach"
und der Hunsrückbahn
Im Forum für die Hunsrückbahn |
|
 |
|
 |
|