Bahnhof Hinzerath

Bahnhof Hinzerath Hunsrück
"Höchstgelegener Bahnhof der Strecke"
Bahnhof Hinzerath km 72,6
Nicht der höchste Punkt der Strecke, aber der höchste Bahnhof der Hunsrückquerbahn. Die Bahnhofsanlage wurde oberhalb der Gemeinde Hinzerath errichtet. Erst in den 1970igern entstand ein Neubaugebiet oberhalb der  Bahnanlage. Bis zum Ende des Personenverkehrs war der Bahnhof mit einem Schrankenwärter besetzt der auch die Fahrkartenausgabe betreute. Zugkreuzungen wurden vom Zugbegleitpersonal vorgenommen.
Weiter siehe UNTEN RECHTS
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Strecke von km 67,8 bis km 72,6
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Aktuelles "Rund um Hinzerath" und der Hunsrückbahn
Im Forum für die Hunsrückbahn

 

 

 

 

 

Empfangsgebäude
B
eim Bahnhofsgebäude haben wir wieder den bekannten Bauplan mit Treppenhaus und kleinem Güterschuppen. (Baumuster Mittleres Empfangsgebäude) In den 30iger Jahren wurde ein Stellwerksanbau hinzugefügt. Im Bereich zwischen Bahnhof und Straße gab es bis in die 1960 ein Nebengebäude mit Stall, Abort und Rottenraum. Das Empfangsgebäude ist heute in privatem Besitz.
Interessant ist das Bahnhofshotel (Kurhotel) Schaaf. (Siehe Ansichtskarte)

Gleis und Sicherungsanlage
Mitte der 1930iger Jahre erfolgte eine erhebliche Erweiterung der Bahnanlagen. Die Spuren, die noch heute gut zu erkennen sind, lassen auf ein Kreuzungsgleis von einer Länge über 700 Meter schließen. Vsl gab es sogar ein Gleis 4. Platz und die Spuren sind noch heute vorhanden. Die Hebelbank hatte 35 Hebelplätze. Das Stellwerk wurde von der Firma Jüdel geliefert. Der Bahnhof verfügte über eine Hochrampe und Ladestraße. Bei der Lage des Bahnhofs in einer Kurve und der Länge der Gleise dürfte der Bahnhof über Ausfahrsignale verfügt haben. Zumindest je Richtung ein Signal. (siehe Rheinböllen). Nach dem Krieg erfolgte die Kürzung der Gleise. Im Herbst 1953 wurden die Signalanlagen auf das Nötigste zurückgebaut. Erhalten blieb die Schrankenanlage die weiter mit einem Schrankewärter besetzt wurde. 1954 wurde die Hebelbank bis auf 7 Teile gekürzt. Im September 1969 wurde am westlichen Bahnhofskopf der Gleisanschluss Mettler eingebaut. In den nächsten 25 Jahren sorgte der Anschluss immer für ein gutes Aufkommen. 1971 erfolgte eine Kürzung des Ladegleises. W3 wurde um 100 m verschoben. Nachdem kein Personenzug mehr verkehrte, wurde der Schrankenwärter abgezogen und die Bedienung der Schranke übernahm das Zugpersonal. Den letzten Dienstplan des Schrankewärters habe ich im Bilderbereich online gestellt.  Im Juni 1985 erfolgte der Rückbau der letzten Fernbedienten Weichen und 1989 der Rückbau zur Haltestelle (Rückbau der W1, 2, 4, 5 und Gl 2)  Dieser Zustand ist heute noch vorhanden. Mitte der 1990iger schloss die Firma Mettler ihre Tore. Die Ladestraße wurde jedoch von der Forstwirtschaft bis zum Ende des Güterverkehrs genutzt. 
Aktuell
Bei den Reaktivierungsarbeiten 2008 wurde der Anschluss nochmals genutzt. Am 12.11.2008 lieferte ein Tieferlader den VT55 der Hochwaldbahn an. Entladen wurde er im ehemaligen Werksbereich der Firma Mettler. Wenige Tage später wechselte der Triebwagen ins Hauptgleis, nachdem Ladegleis und Gleisanschluss frei geschnitten waren.

 
 

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Stand Donnerstag, Oktober 08, 2009