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Empfangsgebäude
Beim Bahnhofsgebäude haben wir wieder den bekannten Bauplan mit Treppenhaus und
kleinem Güterschuppen. (Baumuster Mittleres Empfangsgebäude) In den 30iger Jahren wurde ein Stellwerksanbau
hinzugefügt. Im Bereich zwischen Bahnhof und Straße gab es bis in die 1960 ein
Nebengebäude mit Stall, Abort und Rottenraum. Das Empfangsgebäude ist heute in privatem Besitz.
Interessant ist das Bahnhofshotel (Kurhotel) Schaaf. (Siehe Ansichtskarte)
Gleis und Sicherungsanlage
Mitte der 1930iger Jahre erfolgte eine erhebliche
Erweiterung der Bahnanlagen. Die Spuren, die noch heute gut zu erkennen sind,
lassen auf ein Kreuzungsgleis von einer Länge über 700 Meter schließen. Vsl gab
es sogar ein Gleis 4. Platz und die Spuren sind noch heute vorhanden. Die
Hebelbank hatte 35 Hebelplätze. Das Stellwerk wurde von der Firma Jüdel geliefert.
Der Bahnhof verfügte über eine Hochrampe und Ladestraße. Bei der Lage des
Bahnhofs in einer Kurve und der Länge der Gleise dürfte der Bahnhof über
Ausfahrsignale verfügt haben. Zumindest je Richtung ein Signal. (siehe
Rheinböllen). Nach dem Krieg erfolgte die Kürzung der Gleise. Im Herbst
1953 wurden die Signalanlagen auf das Nötigste zurückgebaut. Erhalten blieb
die Schrankenanlage die weiter mit einem Schrankewärter besetzt wurde. 1954
wurde die Hebelbank bis auf 7 Teile gekürzt. Im September 1969 wurde am
westlichen Bahnhofskopf der Gleisanschluss Mettler eingebaut. In den nächsten
25 Jahren sorgte der Anschluss immer für ein gutes Aufkommen. 1971 erfolgte
eine Kürzung des Ladegleises. W3 wurde um 100 m verschoben. Nachdem kein
Personenzug mehr verkehrte, wurde der Schrankenwärter abgezogen und die Bedienung
der Schranke übernahm das Zugpersonal. Den letzten Dienstplan des
Schrankewärters habe ich im Bilderbereich online gestellt. Im Juni
1985 erfolgte der Rückbau der letzten Fernbedienten Weichen und 1989 der Rückbau
zur Haltestelle (Rückbau der W1, 2, 4, 5 und Gl 2) Dieser Zustand ist
heute noch vorhanden. Mitte der 1990iger schloss die Firma Mettler ihre Tore. Die
Ladestraße wurde jedoch von der Forstwirtschaft bis zum Ende des Güterverkehrs
genutzt.
Aktuell
Bei den Reaktivierungsarbeiten 2008 wurde der Anschluss nochmals genutzt. Am
12.11.2008 lieferte ein Tieferlader den VT55 der Hochwaldbahn an. Entladen wurde
er im ehemaligen Werksbereich der Firma Mettler. Wenige Tage später wechselte
der Triebwagen ins Hauptgleis, nachdem Ladegleis und Gleisanschluss
frei geschnitten waren. |