Bahnhof Hirschfeld

Bahnhof Hirschfeld Hunsrück
Bahnhof Hirschfeld in Km 63,9
Einer der Bahnhöfe, wo sich der Fußweg zum Ort, als kleine Wanderung herausstellt.  Diesem Umstand verdanken wir aber heute, dass man noch viele Spuren der Bahnanlagen im Gelände findet. 
Das Empfangsgebäude befindet sich in keinem guten Zustand. Seit Jahren  unbewohnt, (nur an wenigen Tagen ist der Besitzer vor Ort) erkennt man nur wenige Spuren der Instandhaltung. Dafür befindet sich das Gebäude aber in einem original Zustand. Sogar der Wartesaaleingangsvorbau ist noch vorhanden. Leider von der Außenseite zugemauert. (Der Besitzer vermutete eine ehemalige Toilettenanlage im Anbau).  Hier empfehle ich Ihnen die Bildergalerie , wo ich das Gebäude von allen Seiten " im Bild"  festgehalten habe.
Weiter siehe UNTEN Rechts
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Diashow Zustand 08.2008   Diashow Zustand 08.2008

Strecke km 59,9  bis km 63,9
Von Km 60,2 bis 62,0 ist nun noch eine Steigung bis 1:40 zu bewältigen. In weiten Kurven gewinnt die Strecke weiter an Höhe. Zum Teil werden Ausblicke von besonderer Schönheit geboten. Besonders am Abend. Kurz hinter Büchenbeuren kreuzt die Bahn die ehemalige Bundesstraße 50 mittels eines Überganges (LoAnlage) der mit einer Blinklichtanlage gesichert ist. Diese Anlage war nun die vorletzte ihrer Art bis Hermeskeil. Nur in Dhronecken wurde 1962 nochmals eine Blicklichtanlage installiert. Alle weiteren Kreuzungspunkte mit Straßen werden nun von Andreaskreuzen und dem (Läuten) Pfeifen der Schienenfahrzeugen gesichert. (Noch 2 Ausnahmen, dazu später mehr)
Nach einer weit ausholenden S Kurve wird die Landstraße Wahlenau - B50 gekreuzt. In km 62,2 stand bis in die 1970iger Jahre ein Unterstandgebäude für die Arbeiter der Bahnmeisterei. In diesem Bereich plant die Gemeinde Wahlenau ihren eigenen Haltepunkt für die Touristikbahn. Erste Arbeiten wurde schon durchgeführt. So wurden 4oo Meter Strecke vom Bewuchs befreit. Für alle Beteiligten dürfte dieser Haltepunkt Vorteile bringen. So bindet die Gemeinde Wahlenau ihre Wanderwege an und beabsichtigt einen Unterstand zu erstellen. Gleichzeitig bekommt die Gemeinde nach über 100 Jahren ihren eigenen Haltepunkt.
Im Bereich des Überganges in km 62,2 planten die Architekten der Hunsrückbahn einen Bahnhof. Grundstücke waren schon angekauft und befinden sich noch heute im Besitz der Bahn. Gescheitert ist der Bau wohl an einem Bauern der nicht verkaufen wollte. So wurde der Bahnhof einige 100m weiter in der Gemarkung Hirschfeld errichtet.
In dichtem Mischwald und fast ohne Steigung erreicht die Bahn den Bahnhof Hirschfeld. Im Wald findet man noch die Spuren eines ehemaligen Waldwegüberganges und die Fundamente der ehemaligen Signalsockel.  

Aktuelles "Rund um Hirschfeld" und der Hunsrückbahn
Im Forum für die Hunsrückbahn

Dringend gesucht:

Bilder vom Bahnhof Hirschfeld. Besonders ein Bild der Bahnsteiganlage um 1976 

"web@hunsrueckquerbahn.de"

Rechts eine Fahrkarte vom 16. Dezember 1952
Interessant ist der Eindruck des Tagesstempels:
Hdr (Hunsrück) für Hirschfeld

Sammlung Archiv Kurt Stumm Kleinich

 

Das Empfangsgebäude entspricht dem bekannten Bauplan "Mittlerer Bahnhof". (wie z.B. Argenthal, Windesheim, Pfalzfeld usw)  Ein Treppenhaus und ein kleiner Güterschuppen vervollständigen das Bild. Das klassische Nebengebäude befand sich zwischen dem kleinen Beamtenwohnhaus und dem Empfangsgebäude. Es wurde in den 1960igern abgerissen.  Die Größe des Empfangsgebäudes führt auf die Tatsache zurück, dass bis in die 1950iger Jahre der Bahnhof eine wichtige Kreuzungsfunktion hatte. Züge begannen und endeten in Hirschfeld.
Die Gleisanlagen wurden im Bahnhof Hirschfeld in den 30iger Jahren großzügig ausgebaut. Besonders wichtig war der Bahnhof für die Baustoffversorgung der Bautrupps beim Bau der B327 Hunsrückhöhenstrasse die hier in einigen Metern Entfernung vorbei führt. Aus dieser Zeit dürfte auch die lange Ladestraße stammen. Der verlorene Krieg bewirkte auch in Hirschfeld eine Verkürzung der Überholgleise. Die Weiche 2 wurde um 150 Meter verschoben. Bis Ende der 50iger Jahre diente der Bahnhof auch wieder dem Umschlag von Baustoffen. So nutze die Amerikanische Armee den Bahnhof als Umschlagplatz für Baustoffe zum Ausbau ihrer Airbase Hahn. Am 30.09.1961 erfolgte der fast völlige Rückbau des Bahnhof´s zum Haltepunkt. Hirschfeld war so einer der ersten Stationen ohne Betriebliche Aufgaben. Nur ein kurzes Ladegleis blieb erhalten und ein kurzer Bahnsteig für die VT95iger. 
Das mechanische Stellwerk der Bauform Jüdel aus den 30iger Jahren, wurde bei Einführung des vereinfachten Nebenbahnbetriebes fast völlig Rückgebaut. Nur die beiden Einfahrweichen blieben Ferngestellt  erhalten. (1953 Kreuzte sogar noch ein Dampfzug mit einem modernen VT95 in Hirschfeld). Der Stellwerksanbau verschwand ebenfalls Anfang der 60iger. Ich vermute das sich bei diesem Vorbau um einen Notunterstand handelte, weil an der Stelle heute keine Spuren mehr zu finden sind. 
8 Jahre blieb es sehr ruhig in Hirschfeld, bis die NATO ihr Natogetreidelager am Bahnhof errichtete. Am 12.09.1969 wurde das ehemalige Ladegleis wieder soweit verlängert wie 1962. Gleichzeit wurde es an beiden Enden an das Streckengleis angeschlossen. Von 1969 bis in die 1990iger wurden jetzt Getreideganzzüge an und abgefahren. Das Lager sollte im Notfall als Versorgungsreserve dienen.  Im Juni 1991 wurde der Gütertarifpunkt aufgelassen. Das Ladegleis ist aber noch heute vorhanden und noch heute erkennt man am Gebäudebaustiel gut die ehemalige militärische Nutzung. 
Aktuell
Nachdem im Mai 2009 die Genehmigung zum Betreiben einer Touristikbahn erteilt wurde, strebt die Hochwaldbahn die Reaktivierung der Bahnsteiganlage an.

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Bahnsteig Hirschfeld
1925
Was für ein buntes Treiben!
Der Bahnsteig ist in diesem Zustand noch immer vorhanden!

  Link zur Gemeinde
www.hirschfeld-hunsrueck.de
 

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Dienstag, August 25, 2009