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Bahnhof Büchenbeuren km 59,9
Das Empfangsgebäude entspricht dem
Regelbau für mittlere Empfangsgebäude und ist heute in Privatbesitz.
Dank der Steigung zwischen Sohren und Büchenbeuren wurden die Gleisanlagen
beim Bau der Hunsrückbahn entsprechend erstellt. Direkt am Bahnhof entstand
auch gleich ein neues Postamt, dass sich heute in einem sehr schönen Zustand
befindet aber privat genutzt wird.
Dazu kommen ein Verwaltungsgebäude der Bahnmeisterei Büchenbeuren und die
Werkstattgebäude der Selbigen. Durch die Errichtung der Bahnmeisterei in
Büchenbeuren hatte der Bahnhof einen höheren Stellenwert als die anderen
Stationen. Aufgelöst wurde die Bahnmeisterei im Jahre 1953.
In den 1930 Jahren erfolgte der Ausbau durch die Organe des Dritten
Reiches. (Stellwerksanbau mit neuem Stellwerk und erweitern der Gleisanlage. In
Büchenbeuren aber nur in bescheidenem Umfang). Nach dem Krieg nimmt die
Geschichte jedoch einen anderen Verlauf wie bei den anderen Bahnhöfen. Die
"Französischen Besatzer" beginnen mit dem bau eines Luftwaffenstützpunktes
oberhalb der
Ortschaft Büchenbeuren.
Aber schon nach wenigen Monaten übernehmen die Amerikaner den
Stützpunkt/Flugplatz (Später als Flugplatz/Airbase Hahn bekannt geworden)
Um die Versorgung sicher zu stellen, wird ein Gleisanschluss (ca 1952) angelegt.
Dieser beginnt im Bahnhof Büchenbeuren. Auf der Airbase entsteht ein kleiner
Bahnhof mit Ladegleis, Stückguthalle und einer Endladestelle für
Flugbenzin.
Einiges ist noch HEUTE zu finden.
1956 muss die Güterhalle in Büchenbeuren erweitert werden.
(Stückgutverkehr für den Hahn) Zu erkennen am Fachwerk, dass leicht
versetzt zusammen gefügt wurde. Ebenfalls gebaut 1956 wurde die Rampe
vor der Güterhalle. Sie wurde so angelegt, dass US-Militärlaster
dort genau anfahren konnten. (siehe Bild 4 mit Stückgutwagen) |
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Links: Büchenbeuren im Jahre
1976 |
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Rechts: Zustand 1976 |
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Links: Büchenbeuren im Jahre
2010 |
Güterverkehr in
Büchenbeuren
Nachweislich verkehrte
seit den 1930 Jahren ein Güterzug zusätzlich von Simmern nach Büchenbeuren. Er
bediente die Stationen zwischen diesen Bahnhöfen. Bis Mitte der 1980 Jahre
verkehrte dieser Güterzug (mit BR57später 211/212). Erst der
Frachtenrückgang und die Schließung von Tarifpunkten ließen diesen Zug aus
dem Fahrplan verschwinden. Außer den üblichen Frachten im Hunsrück, wurde
die Molkerei in Büchenbeuren bedient. Die Stückgutabfertigung erhielt
täglich einen bis zwei gedeckte Güterwagen und die am Bahnhof ansässige
Raffeisengenossenschaft sorgte ebenfalls für Ladungsverkehr.
(Dünger, Kalk, fertige Produkte usw) Ungewöhnlich für den Hunsrück
war das verladen von Schrott am Bahnhof Büchenbeuren (1955 - 59). So befand sich
gegenüber auf der heutigen Wiese ein Autoschrottplatz der für Fracht
sorgte. Da die Schrotthändler
alle von außerhalb sprich Ruhrgebiet waren, wurde in Büchenbeuren am
Bf nur der minderwertige Kleinschrott zerlegt. Pkw,
Fässer, Kanister und sonstiger Blechschrott in nicht allzu großen
Mengen wurde an der Ladestraße verladen. Der sogenannte wertvollere
Schrott militärischer Art, Lkw und sonstige Militärfahrzeuge,
auch Flugzeugteile, Zusatztanks
usw. wurde direkt auf dem Flugplatz verladen und zur Weiterverwendung
in die dritte Welt zum Teil in Ganzzügen abgefahren.
Zeitweise wurde die Ladestraße für den
Bau und die Erweiterung der Anlagen auf dem Hahn benutzt. So wurde in
den 1950ern der gesamte Tee für die Landebahnerweiterung per Bahn
nach Büchenbeuren gebracht und am Bahnhof aufbereitet. Die Lieferung
des heißen Tees erfolgte per LKW. Bis 1953 fielen auch Wagenladungen (Dienstfracht)
für die örtliche Bahnmeisterei
im Empfangen und Versand an.
Mit Einstellung des Personenverkehrs und der anschließend Schließung
des Bahnhofs Büchenbeuren 1976 endet auch die Möglichkeit Stückgut,
Expressgut und Gepäck direkt in Büchenbeuren am Bahnhof
aufzugeben. |
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Warum Anfang der 1950er Jahre das
mechanische Stellwerk Büchenbeuren (ca 15 Jahre alt) durch neue Technik ersetzt
wurde, lässt sich heute wohl nicht mehr klären. Ich vermute, dass die
Stellwerksanlage zu klein war und die Weichen zum Teil per Schlüsselwerk
gesichert waren. Eine Erweitung war nicht möglich und nur die beiden
Einfahrweichen waren Ferngestellt. So jedenfalls regelte ein Dr2 Stellwerk ab
Anfang der 1950er Jahre den Zugverkehr in Büchenbeuren. (Eine ähnliche
Entwicklung fand in Wolsfeld bei Bitburg statt). Isoliert waren wohl auch nur
die Weichen. Dieses Stellwerk, mit seinem örtlichen Fahrdienstleiter, blieb bis
zum 28.September 1976 in Betrieb. So auch die Fahrkartenausgabe und die
Möglichkeit Stückgut, Gepäck und Expressgut aufzugeben.
Die Sicherung der Weichen erfolgt dann seit 1976 über ein Schlüsselwerk bzw 2
Schlüsselwerke. Die Gleisanlagen erfuhren in den 1950ern umbauten und in den 1960ern kleine Rückbauten.
Anfang der 1950er wurden die Bahnmeistereigebäude (Werkstatt und Lager)
abgerissen. (Sie standen dort, wo sich heute das nördlichste Gleis
befindet.) Platz für das Hahngleis (Gleis 4) wurde benötigt. Das
Ladegleis wurde mit einer neuen Weiche in Richtung Simmern angeschlossen.
Eine Gleissperre sicherte diesen Bereich. Die beiden Weichen 2 und 3 wurden
entfernt. (siehe Plan unten Links) Gegen Ende der 1960er verschwanden 2 Weichen am östlichen Bahnhofskopf. In den 1990ern erfolgte der
Rückbau des Ladegleises.
Heute liegen noch die beiden Hauptgleise und Gl 4 als
Ab- und Ankunftsgleis vom Hahn.
Hoffen wir, dass es bald zu dem versprochenen Verkehr zum Flugplatz Ffm-Hahn
kommt und so wieder LEBEN auf der Station Büchenbeuren einzieht.
Seit 2009 endet die Museumsfahrten von Morbach im Bahnhof Büchenbeuren. In Höhe
des ehemaligen Einfahrsignals befindet sich die Unterhaltungsgrenze zwischen
Deutsche Bahn AG und Museumsbahn. |
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Büchenbeuren Oben 1960
und Links 1972
Unten 1976 |
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Zeitungsausschnitt
aus dem Jahre 1963
Zu diesem Zeitpunkt war das Stellwerk
schon über 10 Jahre in Betrieb
Links oben auf dem Stelltisch befand sich in den ersten Jahren eine
Überwachungslampe für den Bahnübergang B50 in Richtung Hirschfeld.
Dieser war zwar Lokführerüberwacht, so konnte aber auch der FDl die
ordnungsgemäße Funktion überwachen. Gleichzeitig hatte er einen Hinweis, wann es
Zeit wurde die Einfahrt zu stellen. |
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Bilder vom Bahnhof Hahn sind selten.
Hier 5 Stück vom Besuch des TEE und eines 628 |
Ansichtskarte aus dem
Jahre 1911 |
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Dienststelle Bahnhof
Büchenbeuren
Bis ca Anfang der 1970er Jahre war der Bahnhof
Büchenbeuren Dienststelle.
Bis kurz nach dem Krieg war jeder Bahnhof auch gleichzeitig
Dienststelle mit einem eigenen Bahnhofschef. Auf
den kleinen Bahnhöfen übernahm diese Funktion zumeist der Kollege mit
der höchsten Dienstbezeichnung. Ab 1950 setzte auf der Hunsrückbahn eine
Zentralisierung ein. Durch die Einführung des Zugleitbetriebes mussten
die Bahnhöfe nicht mehr mit Fahrdienstleitern besetzt werden. Es waren
nur noch Verkehrsbeamte (Fahrkartenausgabe + Güterabfertigung) nötig,
die auch nur Stundenweise die Bahnhöfe besetzten.
So wurde Büchenbeuren ab 1953 Hauptdienststelle mit den Bahnhöfen Sohren,
Hirschfeld und Hochscheid. Bis ca 1962 wurden die Fahrkartenschalter in
Hirschfeld und Hochscheid noch bis zu 4 Stunden täglich besetzt. Sohren
war bis ca 1960 noch mit einem Fahrdienstleiter besetzt. Danach bis 1972
Stundenweise die Fahrkartenausgabe noch geöffnet.
In
Büchenbeuren beschäftigt waren ab 1953 ein Bahnhofsvorsteher, 2
Fahrdienstleiter und 1 Verkehrsbeamter für die Güterabfertigung
und den Fahrkartenschalter. (+ 1 Verkehrsbeamter Hirschfeld/Hochscheid und
Personal Sohren)
1965 wurde die Hauptdienststelle Büchenbeuren geschlossen. Die
letzten Jahre wurde der Bahnhof der Hauptdienststelle Bahnhof Morbach
angegliedert und von dort verwaltet. Von 1965 bis 1976 war der Bahnhof
besetzt mit einem Fahrdienstleiter, der in Personalunion auch
die Fahrkartenausgabe und Güterabfertigung betreute.
An dieser Stelle ein "Herzliches Dankeschön" an Herrn
Schuler, der mit seinem Wissen viel zu dieser Seite beigetragen hat. |
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Links: Um
1950 wurde das Bahnmeistereigebäude (im Hintergrund) um einen Anbau erweitert.
Richtig genutzt wurde das Gebäude von der Bm aber nicht mehr. Um 1954 wurde es
zu einem Wohnhaus umgebaut. In den 1970ern sollte eine Gasheizung eingebaut
werden. Bei diesen Arbeiten wurde das Gebäude durch eine Gasexplosion zerstört. |
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Oben: Zwei
interessante Ansichten.
Unten: Die Ostausfahrt nach einem Weichenumbau.
Gleissperre und Handweiche ersetzen zwei Weichen weiter Westlich im
Bahnhofsbereich.
Im Hintergrund in Richtung Sohren sind doppelte Telegrafenmasten zu
erkennen. |
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Lageplan mit mech. Signalen
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Lageplan Büchenbeuren mit
Lichtsignalen |
Büchenbeuren in den
1980 und 1990 |
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Güterzüge in Büchenbeuren ZUGKREUZUNG
1984 |
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Aktuelle Bilder |
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Links und Unten:
Bahnhof Büchenbeuren
Heute |
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Rechts und Oben: Grenzbahnhof Büchenbeuren
DB und HwB Übergabestelle |
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Links: Bahnübergang
in Büchenbeuren, leider außer
Betrieb 2010 |
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